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BVCM zertifiziert künftig Trainer von Community Manager Seminaren

Ebenso wie das Berufsbild „Community Manager“ noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es auch im Bereich Fort- und Weiterbildungen für Community Manager noch keine einheitlichen Qualitätsstandards. Ohne hier die bisherigen Seminar-Anbieter rund um das Thema Community Management pauschal zu bewerten, ist der wiederholte Einsatz von Trainern, die teilweise noch nicht einen einzelnen Tag als Community Manager tätig waren, zumindest als fragwürdig anzusehen.

Um hier künftig für Seminar-Teilnehmer und Seminar-Veranstalter einen Qualitätsstandard zu etablieren, bietet der Bundesverband Community Management e.V. (BVCM) ab sofort eine Zertifizierung für Trainer im Bereich Community Management an.

Die Kriterien für die Zertfizierung wurden gemeinsamen vom BVCM-Vorstand und dem Arbeitskreis 1 „Beruf & Qualifizierung“ erarbeitet.

Der Prüfungsablauf
Der Zertifizierung geht eine Prüfung des Trainers durch ein Gremium des BVCM voraus. Dieses besteht jeweils aus einem Mitglied des AK1 und des Vorstands. Geprüft werden folgende, schriftliche einzureichende Formulare:

  • Lebenslauf des Trainers
  • Schulungs-Unterlagen
  • Eigenes Essay zum Thema „Community Management“
  • Fachgespräch mit dem Gremium (bei einem Treffen oder per Telefonkonferenz)
  • Ggf. Überprüfung des Seminar-Angebotes vor Ort

Kosten

  • Preis der Zertifizierung 845 Euro (2 Jahre + kostenfreie Prüfung und bei positivem Ergebnis: 1 Jahr Zusatz-Zertifizierung)
  • Preis der Re-Zertifizierung nach 3 Jahren: 425 Euro

Weitere Informationen und das Formular für die Anmeldung zur Zertifizierung sind auf der folgenden Seite im BVCM-Blog zu finden: http://bvcm.org/wordpress/?page_id=228

Fragen zur Zertifizierung beantwortet der BVCM gerne via E-Mail an zertifizierung@bvcm.org (Ansprechpartner Daniel Langwasser).

Bundesverband Community Management e.V. arbeitet an Zertifizierung für Seminaranbieter

In meinem Resümee zur BVCM-Mitgliederversammlung in Hamburg hatte ich bereits angesprochen, dass es dringend eine „Zertifizierung für Anbieter von Weiterbildungsangeboten im Bereich Community Management durch den BVCM geben“ muss. Das Thema Community Management nimmt gerade eine vielversprechende Entwicklung, so dass zeitnah auch Qualitätsmaßstäbe für die Anbieter von Seminaren und Schulungen entwickelt und etabliert werden müssen. Eine vergleichbare Situation habe ich bereits im Bereich Existenzgründungsberatung mitverfolgt: hier hat die Entwicklung und Einführung von Zertifizierungen einen positiven Einfluss auf die weitere Entwicklung der Branche genommen.

In den letzten zwei Wochen haben wir uns daher gemeinsam mit dem AK 1 „Beruf & Qualifizierung“ und dem Vorstand des BVCM intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und arbeiten inzwischen an einem Zertifizierungssystem für Weiterbildungsangebote im Bereich Community Management. Ein ausführliches Statement und weitere Hintergrundinformationen zum Thema Zertifizierung sind in dem heute auf dem BVCM-Blog veröffentlichten Positionspapier zu finden.

Resümee BVCM-Mitgliederversammlung in Hamburg

Am vergangenen Samstag (04. April 2009) haben wir uns für die erste Mitgliederversammlung des Bundesverband Community Managemement e.V. (BVCM) in Hamburg getroffen. Insgesamt sind 16 Mitglieder der Einladung in die Räume der Hamburger XING AG gefolgt.

Beibehaltung der aktuellen Satzung
Das Hauptaugenmerk lag zunächst auf der Satzung des BVCM. Auf der Gründungsversammlung im vergangenen November wurde der Antrag gestellt, die Satzung innerhalb von 6 Monaten zu überarbeiten und den für eine Mitgliedschaft nachzuweisenden beruflichen Bezug zum Community Management um eine Definition des Berufsbildes des Community Managers zu ergänzen. Vornehmlich aufgrund formeller Hürden konnte von Seiten des BVCM allerdings noch keine (allgemeingültige) Definition des Berufsbildes „Community Manager“ erarbeitet werden. Aus diesem Grund und unter dem Aspekt, dass ohnehin alle Mitgliedsanträge vom Vorstand persönlich auf einen beruflichen Bezug zum Themengebiet Community Management geprüft werden, wurde eine Beibehaltung der aktuellen Satzung beschlossen.

Impulsvorträge und Austausch
Neben dem formellen Teil gab es noch interessante Impulsvorträge von Sebastian Wallroth (Zanox; Definition Community Management), Vivian Pein (XING; Twitter als Community Management Tool), Stephan Mosel (Qype; Community Management Praxis am Beispiel von Qype) und Silke Schippmann (XING; Community Controlling).
Mir persönlich ist vor allem der interessante fachliche Austausch während und nach der Mitgliederversammlung positiv aufgefallen. Der BVCM ist meines Erachtens auf dem besten Weg, die zentrale Anlaufstelle für die Vernetzung und den fachlichen Austausch zwischen Community Managern zu werden. Nachholbedarf gibt es allerdings im Bereich der frisch initiierten Arbeitskreise (AKs). Hier sollte und muss in den nächsten Monaten verstärkt etwas passieren, vor allem in der Grundlagenarbeit des AK 1 „Beruf und Qualifizierung“, dem ich selbst auch angehöre und mir somit diese Forderung selbst auf die Fahnen schreibe.

Zertifizierung von Schulungsangeboten / Anbietern
Eine weniger erfreuliche Entwicklung, auf die auch Mark in seinem Blog hinweist, ist die Entwicklung in Bezug auf Schulungsangebote im Bereich Community Management. Grundsätzlich ist es erfreulich, wenn Anbieter das Thema Community Management für sich entdecken und hier Weiterbildungsangebote entwickeln. Wirft man allerdings einen Blick hinter die Kulissen, so stehen hinter den Angeboten oft Trainer, die teilweise nicht einen Tag Praxiserfahrung als Community Manager gesammelt haben. Diese Entwicklung ist nicht nur für die Teilnehmer an solchen Seminaren und Workshops ein Problem, sondern wirkt sich außerordentlich Kontraproduktiv auf die Prefessionalisierung der gesamten Branche aus. Im Rahmen der Nachbereitung zur Mitgliederversammlung sind wir relativ schnell zu dem Ergebnis gekommen, dass es hier nur eine sinnvolle Maßnahme geben kann: Es muss schnellstmöglich eine Form der Zertifizierung für Anbieter von Weiterbildungsangeboten im Bereich Community Management durch den BVCM geben! Diesen Weg halte ich persönlich für den einzig gangbaren, um die sich abzeichnende negative Entwicklung frühzeitig und vor allem nachhaltig zu stoppen.