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Projekt Buzzriders: Resumee zum ersten Tag des Buzzcamps

Robert Basic, maßgeblich bekannt geworden durch den inzwischen medienträchtig veräußerten Blog Basicthinking, hat für den 04. und 05.07.2009 zum Buzzcamp nach Bad Homburg eingeladen. Thema: Basics aktuelles Projektvorhaben Buzzriders.

Was ist Buzzriders?
Buzzriders.com über Buzzriders:

BUZZriders will unter Zuhilfenahme moderner Online-Werkzeuge das Internet „lokalisieren“ und zu den Menschen bringen. Damit sie sich lokal über das wichtigste Tagesgeschehen austauschen und informieren sowie untereinander vernetzen, Jobs suchen, Gebrauchtwaren verkaufen, Produkte und Dienstleistungen vor Ort finden oder einfach nur Spaß haben können. Menschen leben, arbeiten und handeln überwiegend lokal. Genau dies greift BUZZriders auf und will sich als die lokale Anlaufstelle im Netz etablieren.

Projekt zum Mitmachen
Crowdsourcing liegt im Trend, angelehnt an das Open Space Konzept soll das Buzzriders Konzept durch die Teilnehmer des Buzzcamps in Workshops selbstständig weiter ausgearbeitet und verfeinert werden. Wohlgemerkt ergebnisoffen, wie auch Robert Basic immer wieder betont.

Der erste Tag
Erste Punkte: Vorstellung der Teilnehmer sowie Präsentation der Buzzriders Grundidee und erster Vorschläge für den Aufbau der eigentlichen Website durch Robert Basic. Im Anschluss Erarbeitung von Vorschlägen in den Gruppen für die nachmittags angesetzten Konzept-Workshops. Nach der Mittagspause und einer ausführlichen Methodikdiskussion über das weitere Vorgehen stand nochmals Arbeit in den Gruppen an. Selbstgewählte Aufgabe: Grundlegende Konzeption und anschließende Präsentation einer Buzzriders-Seite auf Ebene einer Stadt.

Resumee
Für mich persönlich war es eine Premiere für diese Form der Zusammenarbeit. Ohne Frage eine spannende Erfahrung, da letztlich ja das Plenum bestimmt, was auf die Agenda kommt und was nicht. Meine persönlichen Eindrücke vom heutigen (ersten) Buzzcamp-Tag:

  • Die Teilnehmer waren insgesamt bunt gemischt und Barcamp-typisch sympathisch. Wie zu erwarten war der Großteil selbstständig und eng verwoben mit dem Thema Social Media. Kunststück: Einladung und Verbreitung Veranstaltung erfolgten fast ausschließlich über Twitter und Blogs.
  • Insgesamt haben sich die ersten Stunden reichlich zäh gestaltet, zum einen aufgrund des warmen Wetters und zum anderen aufgrund des aus Meetings hinlänglich bekannten Umstands, dass ohne klare Zeitvorgaben vieles unnötig in die Länge gezogen wird.
  • Open Space benötigt Rahmenbedingungen – gerade wenn die Teilnehmer untereinander weitestgehend nicht bekannt sind und auch (noch) nicht für ein gemeinsames Thema „brennen“.
  • Ein wirkliches Novum war unter den Vorschlägen aus den Gruppen für eine Buzzriders Städte-Seite nicht dabei, insgesamt würde ich die Ergebnisse in die Kategorie „handwerklich sauber“ einsortieren. Die Vermutung wurde geäußert, dass sich die weiteren Ausarbeitungen mehr oder weniger an dem eingangs der Veranstaltung durch Robert Basic vorgestellten Konzept und dem damit vermittelten Bild orientiert haben.

Zukunft von Buzzriders
Ob das Projekt Buzzriders ein Erfolg werden kann, lässt sich in dieser frühen Phase natürlich nur orakeln. Die Grundidee für das Projekt und vor allem die Elemente rund um die Themen Community und „ Bürger-Journalismus“ finde ich persönlich definitiv spannend! Einige Kritische Erfolgsfaktoren aus meiner Sicht:

  • Zusammensetzung des Kernteams und Verteilung der Verantwortlichkeiten
  • Konzeption und Durchdenken des Projektes für die breite Masse, obwohl die Akteure selbst fest in der Blogos- und Twittersphäre verwurzeltet sind
  • Einbinden eines breiten Publikums bzw. der Zielgruppe in den Entwicklungsprozess
  • Schaffen eines klaren Mehrwertes für die Zielgruppe. Das Projekt läuft m.E. etwas die Gefahr, sich von einer innovativen Grundidee zu einem weiteren Infoportal ergänzt um Mitmach-Funktionen zu entwickeln.

Insofern: Ich bin gespannt auf die zukünftige Entwicklung von Buzzriders und werde diese nach Möglichkeit weiter verfolgen und aktiv mitgestalten.

Danke an die Orga und alle Teilnehmer des Buzzcamps für die heute gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen!

Weitere Infos:

Analyse zu der Verweildauer auf den großen Sozialen Netzwerken

Robert Basic, einer der bekanntesten deutschen Blogger, hat in seinem Blog Basic Thinking die aktuell von Nielsen im Auftrag der FAZ ermittelten Nutzerzahlen und Verweildauern analysiert. Wie immer sind diese Zahlen etwas mit Vorsicht zu genießen, da es im Grunde keine wirklich einheitlichen (und nachvollziehbaren!) Messverfahren gibt. Aber zumindest Trends lassen sich m.E. recht gut erkennen. Fazit aus der Analyse von Robert Basic: Das größte Wachstum in der Verweildauer innerhalb des letzten Jahres verzeichnen derzeit die Lokalisten und Wer-kennt-wen. Die Verweildauern auf den Social Networks sind auf die komplette Online-Zeit der Internet-Nutzer in Deutschland gesehen mit ca. 1% recht gering, verglichen mit der Zahl der insgesamt verfügbaren Websites aber doch recht ordentlich.