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Das Ende der Fahrrad.de-Community und was man daraus für das Community Management lernen kann

Der Online-Shop Fahrrad.de ist ohne Zweifel ein Erfolg und auch die Geschichte liest sich so, wie man sich ein wirkliches Start-Up vorstellt. René Marius Köhler beginnt nach seiner Ausbildung damit, Fahrräder aus dem Laden seines Vaters via eBay zu verkaufen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten läuft das Geschäft immer besser, 2003 startet Köhler unter der Domain Fahrrad.de einen eigenen Online-Shop. Der Laden brummt und unter der Dachmarke Internetstores AG entstehen weitere erfolgreiche eCommerce-Ableger im Fitness-Bereich.

Fahrrad.de-Community
Auch den Community-Trend erkennt Fahrrad.de früh und launcht 2007 eine eigene Fahrrad-Community auf Fahrrad.de:

Die internetstores AG hat die fahrrad.de Community auf die Beine gestellt, weil wir denken, dass sie aus zweierlei Gründen wichtig sein könnte. Zum einen, weil es einfach an der Zeit für ein Forum ist, das alle Fahrrad-Fans anspricht. Ein allgemeines, offenes Forum ohne Abgrenzungen, um das Wesentliche in den Mittelpunkt zu rücken ? den Menschen und seine Begeisterung fürs Radfahren.

Wir wollen Sie als User sozusagen aktiv als Produktivressource nutzen ? daraus machen wir keinen Hehl. Aber nicht allein aus dem Grund, weil wir denken, dass sich dadurch mehr verkaufen lässt. Sondern weil wir unseren Kunden damit ein Höchstmaß an Informationsqualität bieten können, die eine verbesserte Kaufentscheidung für jeden einzelnen möglich macht.

Das Engagement wird auch in den Medien positiv aufgenommen. Eine offene Themen-Community unter dem Dach eines eCommerce-Unternehmens hat etwas schwerere Startbedingungen als ein Projekt mit einem neutralen Anstrich. Aber Fahrrad.de bleibt dran, integriert das Forum in die Kaufberatung und entwickelt die Community mit Blogs, Videos, GPS-Touren und einem Wiki konsequent weiter. Ergebnis: Einige tausend Mitglieder, zehntausende Forenbeiträge und über 1.000 Bilder. Ein achtbarer Erfolg nach 3 Jahren, hier würden viele andere Unternehmen sicher gerne tauschen wollen.

Ein überraschendes Ende – Abschaltung der Community
Vor gut 4 Wochen wird die Fahrrad.de-Community allerdings (einigermaßen überraschend) geschlossen. Eine kurze Begründung gibt es immerhin:

Hallo Community,

wie Ihr sicherlich mitbekommen habt, ist bei uns im Unternehmen gerade sehr viel los. Auf ein Projekt folgt das nächste, so dass ich mich nicht mehr so intensiv um Euch kümmern konnte. Ich will Euch natürlich auch die Gründe dafür offen und ehrlich auf den Tisch legen:

Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, dass wir die Community, so wie sie aktuell besteht, nicht mehr weiterführen können und daher eine Lösung brauchen. Auch wenn es eine bittere und unangenehme Lösung sein wird.
Es liegt uns fern, Euch zu verärgern oder zu verlieren, wir sehen jedoch aus Kapazitätsgründen und diversen Umstrukturierungen im Unternehmen keine vernünftige Möglichkeit mehr, die Community so „am Leben zu erhalten“, dass wir Euch alle zufrieden stellen könnten. Persönlich bedauere ich es sehr, dass wir hier nun leider, hart gesagt, „abschalten“ müssen. Aber jede andere Entscheidung wäre nicht mehr zu vertreten und würde keinen Erfolg bringen.

Im weiteren Text werden u.a. technische Gründe angeführt, da man bei Änderungen an der Forensoftware immer wieder auf Bugs gestoßen sei und man sich daher für eine Abschaltung entschieden habe.

So viel zur Geschichte der Fahrrad.de-Community. Das Echo in den anderen Fahrrad-Communitys ließ auch nicht lange auf sich warten. An Gerüchten und Kritik wurde nicht gespart, es ist von vorgeschobenen Gründen und finanziellen Problemen die Rede. Gut lesbar und auffindbar für Suchmaschinen.

Was kann man aus dieser Geschichte für das Thema Community Management lernen?
Der Schritt zur eigenen Community für Fahrrad.de war meines Erachtens goldrichtig. Das Thema Fahrrad wird rege diskutiert, man kann die Kaufberatung integrieren und erhält gleichzeitig wertvollen Content für die Suchmaschinen-Strategie. Aber: Eine Community ist kein Produkt, was man mal auf den Markt bringt und im Zweifelsfall einfach wieder einstellt. Hier ist ein richtig langer Atem gefragt, über Jahre oder auch Jahrzehnte hinweg. Und eine ebenso konsequente Strategie, wenn das Engagement eingestellt werden soll bzw. muss.

Ziel von Fahrrad.de war es, eine allgemeine Fahrrad-Community zu etablieren. Die Zielsetzung ist auch bei den Mitgliedern angekommen und wurde wohl auch von den Community-Verantwortlichen und Community Managern gelebt. Aber: Es werden natürlich auch andere Händler empfohlen, man verweist auf andere Fahrrad-Communitys und kritisiert natürlich auch einmal die Preisgestaltung von Fahrrad.de. Stichwort: Fahrrad-Apotheke. Diese Nähe muss man aushalten können und für die eigene Entwicklung nutzen. Eine Community kann ein geniales Marktforschungsinstrument sein, wenn man lernt zuzuhören und daraus zu lernen.

Um die Aktivität unter den Mitgliedern zu erhöhen, hat Fahrrad.de Beiträge mit den „Internetstars“ (Rabattmarken) vergütet, die im Fahrrad.de-Shop eingelöst werden konnten. Incentivierung in Form von Boni oder Rabatten kann ein probates Mittel sein, wenn es dosiert eingesetzt wird. Problematisch wird es immer dann, wenn darin ein Hauptanreiz für die Aktivität besteht oder die Qualität der Beiträge nicht konsequent integriert wird. Weiterhin kritisch, wenn die Aktion nicht klar zeitlich begrenzt ist. Ohne zeitliche Begrenzung kann man die Incentivierung nicht mehr abschalten, ohne den Unmut der Mitglieder hervorzurufen. Auch wenn es sich das Unternehmen vielleicht schlicht und ergreifend nicht mehr leisten kann.

Steht ein Unternehmen hinter der Community, beäugen die Mitglieder die Aktivitäten von Seiten des Community Management kritischer. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, vor allem wenn sich zusätzlich Mitglieder ehrenamtlich als Moderatoren engagieren. Selbst diese Speerspitzen der Mitglieder über die Zukunft der Community im Dunkeln zu lassen, ist schlechtes Community Management. Transparenz ist unglaublich wichtig. Ein ambitioniertes Projekt wie die Fahrrad.de-Community durch ausbleibende Reaktionen von Seiten des Community Management bzw. der Administratoren langsam sterben zu lassen, ist nicht der richtige Weg. Und es ist auch ein Irrglaube, dass man ein Projekt dieser Größenordnung sich selbst überlassen und es einfach so weiterlaufen lassen kann. Im Gegenteil: Hier tickt unter Umständen eine Zeitbombe…

Dass ein erfolgreiches und preisgekröntes eCommerce Unternehmen mit 80 Mitarbeitern und 25 Millionen Euro Umsatz technische Probleme für die Abschaltung einer Foren-Software angibt, wirft im Zweifelsfall auch kein gutes Licht auf die involvierten Dienstleister und wird von Seiten der Community-Mitglieder als vorgeschoben kritisiert. Ob zu Recht, kann nur das Unternehmen selbst beantworten. Wenn von Kapazitäten die Rede ist, spricht man automatisch auch von Geld – schließlich kann man die Kapazitäten auch erweitern.

Grob geschätzt sollte sich ein Community-Projekt in dieser Größenordnung durchaus mit einem niedrig sechsstelligen Betrag pro Jahr (laut Geschäftsführer Köhler hat die Fahrrad.de-Community anscheinend fast unglaubliche 1,2 Millionen Euro pro Jahr gekostet – siehe Update unten) stemmen lassen, gemessen am Umsatz wären dies bei Fahrrad.de etwa 0,5%. Ob sich dieses Investment für ein Unternehmen lohnt, kann von außen nur schwer beurteilt werden, da viele Faktoren in die Bewertung einfließen. Oft wird aber der „Wert“ einer Community, die sich mit dem Produkt-Thema und unter Umständen sogar mit den konkreten Produkten des Unternehmens identifiziert, unterschätzt. Kurzfristige Umsatzziele stehen leider allzu oft konträr zu einer erfolgreichen Community-Strategie.

Fazit
Eine Community-Strategie sollte immer langfristig angelegt sein. Im Zweifelsfall schadet ein zu kurzfristiges Engagement mehr als gar kein Engagement. So positiv das Medien-Echo zum Start einer Community sein kann, so nachhaltig kann auch die Kritik und die Häme sein, wenn das Projekt kein „sauberes“ Ende findet.

Eine Community öffnet das Unternehmen gegenüber den Kunden. Dies bringt Nähe, diese Nähe gilt es aber auch auszuhalten. Mit allen Konsequenzen und von allen beteiligten Parteien, von der Unternehmensführung bis zum Community Management.

Die Kommunikation mit den Mitgliedern ist wichtig. In guten wie in schlechten Zeiten. Wenn es gut läuft, darf gerne darüber gesprochen werden, wenn es schlecht läuft, dürfen Rückfragen der interessierten Mitglieder nicht unbeantwortet bleiben. Hier muss es klare Anweisungen und Kompetenzen für die Community Manager geben.

Am Ende des Tages muss in einem Unternehmen die Kasse stimmen, keine Frage. Die Monetarisierung einer Community beinhaltet aber nicht nur direkte Einnahmen (Werbung, Produktverkauf) sondern auch indirekte Elemente wie Ersparnis bei Werbeausgaben, Marktforschung, Erhöhung der Brand-Awareness etc.

Entscheidet man sich als Unternehmen, das Produkt Community einzustellen, ist ebenfalls klare Kommunikation gefragt. Frühzeitig, offen und ehrlich. Die Mitglieder zeigen Verständnis gegenüber Offenheit, sparen aber auch nicht mit Gerüchten und Kritik, wenn sie keine oder nur unzureichende Informationen erhalten.

Update 04.06.2010:
In einem Interview mit der Internet World Business (Ausgabe 11/10, Seite 30, Link auf Artikel im Heftarchiv folgt) hat sich Rene Marius Köhler zur Schließung der Fahrrad.de-Community geäußert:

Die Schließung der Community basiere auf rein ökonomischen Überlegungen, Köhler spricht dabei von rund 100.000 Euro laufender Kosten pro Monat (!) für die Community. Eine Migration der Community auf die neue Shoppingplattform hätte eine Kostensteigerung von weiteren 20% verursacht. Auch äußert Köhler, dass die Community (gemessen am Aufwand) einfach kein Erfolg gewesen sei und räumt ein, dass eine Migrationsstrategie für die Community-Mitglieder (z.B. zu Facebook) gefehlt habe.

1,2 Millionen Euro pro Jahr für 15.000 Mitglieder (davon 100 aktiv) und 50 Beiträge am Tag? Der Inhaber der verantwortlichen Agentur wäre ich gerne…

Links zum Sonntag: Managerprofil, Community Management 2010, Facebook-Fanpage

Managerprofil Ausgabe 1: „Über den Community Manager“
Dirk Songür arbeitet seit einigen Wochen an einer neuen Publikationsreihe rund um Community Management und Community Manager. Die Publikationsreihe hört auf den Namen „Managerprofil“. Heute ist die erste Ausgabe erschienen und beschäftigt sich mit dem Profil eines idealtypischen Community Managers. Dirk hatte mich bereits im Vorfeld um Feedback gebeten, was ich natürlich gerne gemacht habe. Auch wenn ich persönlich (immer) noch nicht mit allen Einschätzungen von Dirk konform gehe, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Leseempfehlung!

Link: http://www.managerprofil.de/2010/04/11/managerprofil01-april-2010-uber-den-community-manager/

eBook „Community Management 2010“
Bereits vor einigen Wochen hat Mark Ralea sein eBook „Community Management 2010“ veröffentlicht. Das eBook beinhaltet einige interessante Gedankengänge über die Position und Rolle des Community Managers und über die 5 Säulen (Konzeption, Aufbau, Betrieb, Optimierung, Monetarisierung) des Community Managements. Mark verzichtet dabei auf ein einführendes Grundlagen-Kapitel, so dass ein gesundes Grundwissen rund um das Thema Community Management hilfreich ist, um die Ideen nachvollziehen zu können.

Link: http://www.eikyo.de/2010/02/22/ebook-community-management-2010-veroeffentlicht/

Facebook-Fanepage „Community Management Blog“
In Vorbereitung auf ein Seminar zum Thema Community Management am kommenden Donnerstag an der Zukunftsakademie habe ich mich näher mit dem Thema Fanpages auseinandergesetzt, Facebook selbst nennt diese im deutschsprachigen Raum „Offizielle Seiten“. An Praxisbeispielen lässt sich am besten eine Thematik nachvollziehen, daher gibt es ab heute auch eine Fanpage für den Community Management Blog. Wohin genau die Reise damit gehen wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Ihr seid aber natürlich schon heute herzlich eingeladen, Fans zu werden!

Link: http://www.facebook.com/pages/Community-Management-Blog/110067185693596/

Community Akademie bietet Seminare für Praktiker und Entscheider

Praxisorientierte Fort- und Weiterbildungsangebote und der Austausch unter Gleichgesinnten ist für Mitarbeiter im Community-Umfeld und insbesondere für Community Manager ein zentrales Thema. Dies war nicht nur eine der Erkenntnisse aus der unter Community Managern vom BVCM durchgeführten Befragung, die Thematik begegnet mir auch immer wieder im Dialog mit (angehenden) Community-Professionals – sei es im persönlichen Gespräch, auf Kongressen oder im Rahmen von Seminaren anderer Anbieter.

Mark Ralea, Geschäftsführer von Eikyo und BVCM-Schatzmeister, hat sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Ende letzten Jahres haben wir uns daher gemeinsam Gedanken gemacht, wie wir diese Lücke schließen können. Da wir beide in den letzten Jahren für unterschiedlichste Firmen als Dozenten und Berater tätig waren, lag der nächste Schritt eigentlich auf der Hand. „Lass uns nicht nur die aktuellen Angebote kritisieren, sondern ein eigenes Seminar-Angebot mit größerem Praxisbezug auf die Beine stellen“ meinte Mark in einem der Gespräche. Gesagt getan: Gemeinsam haben wir Anfang dieses Jahres die Community Akademie gegründet und mit den Modulen „Start“ und „Expert“ die ersten Seminar-Bausteine entwickelt. Nachdem auch der rechtliche Rahmen steht, geht die Community Akademie heute offiziell an den Start.

In der nachfolgenden Pressemitteilung gibt es noch weitere Infos über unsere Beweggründe und natürlich die ersten Seminar-Termine in Hamburg und München. Feedback, Anregungen und natürlich Anmeldungen sind herzlich willkommen!

Pressemitteilung:
Community Akademie bietet Seminare für Praktiker und Entscheider

Online-Communities sind aus dem Alltag vieler Millionen mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Für das Management dieser virtuellen Treffpunkte etabliert sich mit dem Community Manager ein völlig neues Berufsbild, Nachwuchskräfte und Professionals werden für den Bereich Community Management händeringend gesucht.

Das Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten im Bereich Community Management wird zunehmend breiter, leider steht dabei allzu oft ausschließlich die graue Theorie auf dem Lehrplan. Diese Lücke soll die neu gegründete Community Akademie jetzt schließen. Ziel ist es, ein interessantes und kurzweiliges Seminar-Angebot zur Verfügung zu stellen und den Teilnehmern handfeste und praxisorientierte Informationen zu vermitteln. Das Besondere: Alle Referenten verfügen nachweislich über mehrjährige Erfahrung als Community Manager und Trainer.

Gründer und Geschäftsführer der Träger-Organisation Community Akademie GbR sind Mark Ralea und Daniel Langwasser, die guten Gewissens als alte Hasen im Community Management Umfeld bezeichnet werden können.

„Die Idee der Akademie stammt nicht von uns, sondern von den unzähligen Personen, die uns immer wieder nach interessanten Fortbildungsmöglichkeiten fragen. Die Unternehmen dahinter suchen schon seit längerer Zeit qualifizierte Schulungen für ihre Community-Mitarbeiter, welche einen starken Bezug zur Praxis vermitteln“ meint Daniel Langwasser. Mark Ralea ergänzt dazu „Die Community Akademie soll langfristig die Anlaufstelle werden für Personen, die sich mit den Aufgaben innerhalb von Communities beschäftigen – sei es operativ oder strategisch.“

Die ersten Seminar-Termine stehen bereits fest. Den Auftakt bildet ein zweitägiges Seminar in Hamburg, welches vom 27. – 28.09.2010 stattfindet. Das Seminarprogramm gliedert sich dabei in die Module Start und Expert, so dass bei Bedarf und je nach Vorkenntnissen die Seminartage auch einzeln gebucht werden können.

Das erste Seminar im Süden Deutschlands findet vom 05. – 06.10.2010 in München statt.

Weitere Informationen rund um das Angebot der Community Akademie finden Sie ab sofort unter: http://www.communityakademie.de

Communitystammtische in Berlin, Frankfurt und Hamburg im Februar, März und April 2010

Die durch Mitglieder des Bundesverband Community Management e.V. veranstalteten Communitystammtische haben sich inzwischen zu einer festen Größe für den Austausch und die Vernetzung in der Community-Szene entwickelt. Zielgruppe sind dabei nicht nur Community Manager, sondern im Prinzip alle, die sich professionell mit dem Thema Online-Communities und Social Networking beschäftigen, beispielsweise Social Media Manager und Online Marketing Manager.

Neben den etablierten Stammtischen in Frankfurt und Hamburg wird es im Februar erstmals auch einen Communitystammtisch in Berlin geben. Eigentlich längst überfällig, da sich Berlin mehr und mehr auch zur Community-Hauptstadt entwickelt und immer mehr etablierte Unternehmen und Start-Ups aus dem Community-Umfeld anzieht. Vielen Dank an Mark, der die Organisation des Berliner Communitystammtisches übernommen hat.

Termine in 2010 für die Stammtische in Berlin, Hamburg und Frankfurt:

Do, 04.02.2010 Hamburg
Mi, 24.02.2010 Berlin
Di, 09.03.2010 Frankfurt am Main
Di, 13.04.2010 Frankfurt am Main

Die jeweils aktuell durch den BVCM veranstalteten Termine, allen voran die regional stattfindenden Communitystammtische, können über die XING-Eventsuche eingesehen werden.

Location Community Manager „Get Together“, 16.01.2010, Frankfurt

Kurzes Update:
Die Location für unser Community Manager „Get Together“ am kommenden Samstag, 16.01.2010, in Frankfurt steht jetzt auch fest. Wir treffen uns ab 19 Uhr in der Lounge des „Orfeo’s Erben“ in Frankfurt-Bockenheim.

Adresse:
Orfeo’s Erben, Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt

Weitere Infos und Anmeldung: https://www.xing.com/events/community-manager-get-together-rahmen-bvcm-mitgliederversammlung-440928

Communitystammtische in Frankfurt und Hamburg

Beim Thema Weiterbildung steht der Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen für Community Manager an vorderer Stelle. Da in vielen Unternehmen die Abteilung für Community Management nur aus einer einzigen Person besteht, kommt der interne fachliche Austausch zum Thema an vielen Stellen zu kurz. Um so wichtiger ist der Austausch mit anderen Community Managern außerhalb des Unternehmens.

Mitglieder des BVCM veranstalten daher in regelmäßigen Abständen Communitystammtische in verschiedenen Städten, unter anderem in Hamburg und Frankfurt. Im Vordergrund stehen dabei Impulsvorträge zu spannenden Themen und Projekten sowie Praxisberichte aus dem beruflichen Alltag der Teilnehmer. Eingebettet ist der Austausch in eine entspannte Gesprächsrunde und ohne Krawattenzwang.

Termine
Die jeweils aktuell anstehenden Communitystammtische können über die XING-Eventsuche gefunden werden: https://www.xing.com/events/search?search[keywords]=communitystammtisch

Anmeldung für CommunityCamp 2009 in Berlin freigeschaltet

Pünktlich heute um 14:09 Uhr ist die Anmeldung für das diesjährige CommunityCamp (31.10. + 01.11.2009) in Berlin freigeschaltet worden. Die Plätze sind begrenzt und im Regelfall ist die Nachfrage relativ groß. Hier geht es es direkt zur Anmeldung.

Über das CommunityCamp
Das CommunityCamp in Berlin hat sich nicht nur im Rahmen der Barcamp-Szene innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht. Im Gegensatz zu vielen anderen Veranstaltungen steht der ungezwungene inhaltliche Austausch im Vordergrund und die Zahl der Community Manager und Betreiber ist erfreulich hoch. Auch wenn das Community Camp inzwischen sicherlich dem Status „Insider-Tipp“ entwachsen ist, bleibt zu hoffen, dass es auch in diesem Jahr eine inhaltlich geprägte und keine Akquise-Veranstaltung wird.

BVCM-Session
Das letztjährige CommunityCamp war im Übrigen der Rahmen für die Gründung des Bundesverband Community Management (BVCM) e.V. Auch in diesem Jahr werden wir wieder eine Session anbieten und die ersten Ergebnisse der Umfrage zum „Berufsbild Community Manager“ zur Diskussion stellen. Voraussichtlich wird es auch noch eine zweite Session geben, mehr dazu in Kürze.

Twitter Hashtag
Der offizielle Hashtag für Twitter: #ccb09

Das war die Community & Marketing 2.0 SUMMIT 2009

Für den ersten Tag der Community Summit 2009 hatte ich ja bereits ein kurzes Resumee geschrieben. Mit etwas Abstand möchte ich auch noch ein kurzes Gesamtfazit ziehen.

Organisation & Location
Die Location, das Hamburger Hotel East, war für die Veranstaltung ideal. Tolles Ambiente und wirklich gutes Essen – absolut richtige Wahl seitens der Veranstalter. Die Organisation war insgesamt gut, wenn auch an der ein oder anderen Stelle optimierungsbedüftig. So kursierten z.B. zeitweise drei verschiedene Uhrzeiten auf den Beilegezetteln, wann unser BVCM-Workshop zum Thema Community Organisation stattfinden sollte.

Referenten & Inhalte
Die Summit war in die beiden Themenbereiche Marketing und Community (Management) aufgeteilt. Besucht habe ich ausschließlich Veranstaltungen aus letztgenanntem Bereich, so dass sich meine Einschätzungen ebenso nur auf den Community Management Track beziehen.

Die Auswahl der Referenten war insgesamt relativ breit gestreut, der Mix hat nach meinem Gefühl insgesamt gepasst. Die Themenwahl war insgesamt gut gelungen, allerdings waren die Vorträge der jeweiligen Referenten wohl teilweise zu wenig aufeinander abgestimmt. Ergebnis: Wiederholungen von Community Management-Grundlagen. An einigen Stellen wäre mehr Praxisbezug und insgesamt mehr Tiefgang wünschenswert gewesen, zumal die Veranstaltung explizit an Community-Professionals gerichtet war.

Aus den Vorträgen
Nachfolgend einige Eindrücke, die ich von der Summit mit nachhause genommen habe:

Thomas H. Kaspar (Chip-Community): Innovative Ansätze und Professionalität im Community Management erwartet man wohl eher von den Platzhirschen wie XING oder studiVZ. Weit gefehlt, die Chip-Community liefert eine Paradebeispiel: Klare Fokussierung auf Qualität und Zielgruppe sowie Professionalisierung der Methoden, so wird z.B. Data-Mining zur Clusterung der Community-Mitglieder eingesetzt. Und das Ganze hoch profitabel wohlgemerkt.

Maria Sipka (Linqia): Wenn man wissen will, wie man eine Community monetarisieren kann, fragt man am besten die Betreiber. Ergebnis der Linqia-Studie ist ein interessanter Überblick über die diversen Monetarisierungsmodelle und Probleme der insgesamt 183 befragten Social Networks. Auf die Veröffentlichung der im Rahmen der Community Summit vorab vorgestellten Ergebnisse darf man gespannt sein.

Jason Goldberg (XING): Ein echter „Typ“. Aber auch äußerst pragmatisch. Gegenstand der Diskussionsrunde war das Thema Opensocial und die damit einhergehenden Entwicklungen. An einer Integration arbeitet man auch bei XING, allerdings immer mit dem Fokus darauf, was momentan den größten Nutzen für den Kunden bringt. Letztlich sind dies momentan eher neue Funktionen als die so einfach klingende Portabilität der Daten. Auch interessant und logisch: Man portiert nicht einfach Daten via Opensocial, sondern möchte natürlich auch für jede Community einstellen, wer was sehen darf, wer Kontakt sein soll etc. Goldberg: „Der Aufwand ist genauso groß wie das Anlegen eines neuen Profils.“

Dr. Martin Heibel (IntraWorlds): IntraWorlds dürfte eher den Insidern bekannt sein, obwohl sich dahinter ein hoch profitables Unternehmen verbirgt, was für mehr als 100 namhafte Kunden Community-Plattformen betreibt. Heibel auf die Frage nach der Integration von Facebook, Twitter, OpenID und Co.: „Die Schnittstellen gibt es bereits, aber die Kunden fragen dies nicht aktiv nach.“ Wieder einmal ein sprechender Beweis dafür, dass viele in der Web 2.0-Welt als wichtig angesehene Themen noch lange nicht bei den wichtigsten Mitspielern angekommen sind: Den Kunden.

Dr. Axel Jockwer (HolidayCheck): Im Rahmen der Community Summit ging es auch um das Thema Community Controlling. Die Frage, welche Kennzahlen denn wichtig sind, sollte beantwortet werden. Ein Teilnehmer berichtete von 560 Merkmalen für das Controlling, die auf Basis einer Wunschliste aus den einzelnen Abteilungen des Unternehmens an ihn herangetragen wurden. Jockwer brachte es auf den Punkt: „Eine Kennzahl macht nur dann Sinn, wenn ich gleichzeitig auch Maßnahmen für die Community definiere, wenn ich eine Abweichung feststelle.“ Damit sind wir dann wohl eher bei 10 statt 560…

Und sonst: Mit dem Twitter-Account des Community Management Blogs wurde am fleißigsten getwittert. Ein Twitter-Transcript aller Tweets zum Event exisitiert inzwischen auch.

Vielen Dank auch an die Organisatoren der Community Summit für die freundliche Einladung. Ich komme gerne im nächsten Jahr wieder.

Weitere Stimmen und Meinungen

Kurzes Resumee zum 1. Tag Community Summit 2009

Der erste Tag der diesjährigen Community & Marketing 2.0 SUMMIT geht dem Ende entgegen. Verfolgt habe ich heute maßgeblich den Community Track der Veranstaltung:

  • Auftakt war das Thema „The Engagement Challenge: Neue Online-Herausforderungen durch das Social Web“ mit den Referenten Markus Spiller (Sapient) und Matthias Schrader (SinnerSchrader).
  • Nachfolgend dann ein echtes Highlight: Thomas H. Kaspar, Chefredakteur der Chip-Community, berichtete über die Geschichte und das Management der Chip-Community. Selten eine deutsche Community gesehen, die das Thema Community Management derart professionell angeht.
  • Letzter Track vor der Mittagspause: „Erfolgsfaktoren für den Community-Aufbau“ mit Nico Zorn (produki) und Markus Seim (Zimmerschau).
  • Nach der Mittagspause ein weiteres Highlight für den heutigen Tag: Maria Sipka von Linqia über die Monetarisierung von Social Networks. Unterhaltsam und informativ!
  • Am Nachmittag haben wir (Silke Schippmann, Tom Noeding und meine Wenigkeit) in Vertretung für Mark Ralea einen kurzen Workshop zum Thema „Wo sollte der Community Manager in einer Organisation angesiedelt sein?“ vorbereitet und durchgeführt. Überschaubarer Teilnehmerkreis, aber interessante Gespräche mit vielen neuen Gesichtern im Community Management.
  • Abschluss für den heutigen Vortragstag war das Thema „Community Service Management“ mit Ingo Horak von Docinsider.de.

Zwischenfazit
Es ist definitiv immer wieder interessant, Berichte aus der Community Management-Praxis verschiedenster Unternehmen / Communitys zu hören. Mit einer kleinen Einschränkung: Die Vorträge leiden teilweise ein wenig darunter, dass wenig wirklich neues zu erfahren ist und sich in vielen Vorträgen ähnliche Erkenntnisse widerspiegeln. Mein Kurzfazit: Es hat sich gelohnt!

Get together
Nach dem offiziellen Teil gab es noch ein inoffizielles BVCM „Community Manager get together“ in der Lounge Ten im East Hotel. Mit rund 25 Teilnehmern das vierte Highlight des Tages.

Morgen vormittag geht es mit einem Open Space weiter. So weit möglich, werde ich auch wieder live Twitter unter @community_mngt mit dem Hashtag #cm20s den Community Track begleiten.

Community SUMMIT 2009 live via Twitter

Am 16. und 17.09. findet wieder die Community & Marketing 2.0 SUMMIT in Hamburg statt.

Das Programm

Ich werde voraussichtlich an beiden Tagen den Track „Community Management“ verfolgen. Nach meinen Informationen gibt es keinen Live-Videostream des Events, allerdings können unter http://live.communitysummit.de die Tweets mit den offiziellen Hashtags #cm20s und #communitysummit aufgelistet werden.

Live Twitter
Nach Möglichkeit werde ich direkt aus den Veranstaltungen mit dem Community Management Account twittern: community_mngt

Neue Follower sind natürlich herzlich willkommen! 😉 Fragen können gerne via Twitter gestellt werden.