Am vergangenen Wochenende konnte ich meine ersten Barcamp-Erfahrungen in Berlin sammeln, der Themenschwerpunkt des CommunityCamps lag, wie der Name vermuten lässt, im Bereich (Online-)Communities. Definitiv eine spannende und lohnende Veranstaltung mit interessanten Teilnehmern und mit jeweils über 250 Anmeldungen an beiden Tagen nicht zuletzt ein Zeichen dafür, dass sich Online-Communities immer stärker zu einem ernstzunehmenden Geschäfts- und Beschäftigungsfeld entwickeln. Vertreter der Business-Community XING waren mit Ihren (durchaus dezent gestalteten) T-Shirts mit dem Aufdruck „Wir stellen ein“ sogar direkt auf der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Gründung des BVCM
Den Rahmen der Veranstaltung haben wir auch genutzt, um unser Projekt „Bundesverband Community Management“ (BVCM) zunächst einem größeren Publikum vorzustellen und im zweiten Schritt auch direkt den zugrundeliegenden Verein zu gründen. Auf den ersten Blick passt die Gründung eines Verbandes als „typisch deutsch“ nicht unbedingt in die Barcamp-Philosophie, um so erfreulicher war die breite und positive Resonanz auf unser Vorhaben: Im Rahmen der Vorstellungs-Session gab es viel positives und konstruktives Feedback, bei der anschließenden Vereinsgründung haben sich 23 Gründungs-Mitglieder zusammengefunden, die zu großen Teilen auch dem vorgeschriebenen (und dadurch teilweise etwas langatmigen) Gründungsprozedere beigewohnt haben.

Tom Noeding, Ideengeber und Inititator des BVCM, wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. 2. Vorsitzende ist Silke Schippmann, Head of Community bei der Businessplattform XING. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt Mark Ralea, Geschäftsführer von Eikyo, während sich Linda Konter, Abteilungsleiterin Online bei Unicum, im Rahmen des erweiterten Vorstandes der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit annimmt.

Das BVCM Gründerteam

Das BVCM Gründerteam - v.l. Mark Ralea, Silke Schippmann, Linda Konter, Tom Noeding, Daniel Langwasser

Die nächsten Schritte
Im Vordergrund der Arbeit des BVCM steht zunächst das Offizielle, konkret die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister, so dass künftig unter dem Namen Bundesverband Community Management e.V. firmiert werden kann. Parallel dazu werden die ersten Arbeitskreise ins Leben gerufen, um auch die inhaltliche Arbeit des Verbandes zu starten. Der Fokus liegt dabei unter anderem auf einer genauen Definition, was den Beruf des Community Managers letztendlich ausmacht. Aus meiner Erfahrung heraus eine wichtige, aber defintiv keine triviale Fragestellung, an deren Lösung ich im Rahmen des Arbeitskreises Beruf & Qualifizierung mitarbeiten werde.

Weiterführende Infos
Die Presse-Mitteilung zur Verbandsgründung , allgemeine Informationen zum Verband und die Präsentation zum CommunityCamp sind auf der offiziellen Website des Verbandes unter http://www.bvcm.org zu finden.